Klangschalen-Förderunterricht

Seit dem Schuljahr 2008/09 praktizieren wir an unserer Einrichtung die Klangmassage. Diese Methode spricht Körper, Seele und Geist gleichermaßen an. Die Klangschalen werden neben und auf den bekleideten Körper gelegt. Die sanften und harmonischen Klänge werden nicht nur über das Gehör aufgenommen, sondern über den gesamten Körper, da sich die rhythmischen Klangschwingungen auf den Körper übertragen und eine feine Vibration erzeugen, die wie eine Art „Massage“ erlebt wird. Das bewirkt eine tiefe Entspannung, stärkt das Urvertrauen des Menschen, unterstützt und verbessert die Körperwahrnehmung und trägt zur Gesundheitsförderung Harmonisierung, Regeneration und Vitalisierung bei.

In der Klangmassage mit unseren Schwerstbehinderten können wir immer wieder beobachten, wie die Klänge beruhigen und entspannungsfördernd wirken. Unsere Schüler können sich in einer Atmosphäre der Geborgenheit und Zusammengehörigkeit ganz sicher aufgehoben fühlen. Wir nutzen dazu einen besonderen Raum, in dem mit den Klangschalen gearbeitet werden kann und die Schüler nicht durch andere Geräusche gestört werden.

Auch unsere Schüler mit geringer ausgeprägtem Behinderungsgrad mögen diese Klangtherapie sehr und wünschen sich diese Phasen der Stille. Bei ihnen wird die Klangmassage in den Schulalltag integriert- zwischen anstrengenden Arbeitsphasen beispielsweise 20 Minuten Klang. Wir können beobachten, dass sie sich sehr gut darauf einlassen, sie können entspannen und ihren Körper bewusster wahrnehmen. Häufig kommt es auch zu Kurzschlafphasen. Anschließend steigert sich nicht nur die Konzentrationsfähigkeit, sondern sogar die motorischen Fähigkeiten. Die Klangschalen helfen unseren Kindern Spannungen zu lösen, die Selbstheilungskräfte zu mobilisieren und schöpferische Energien freizusetzen. Zudem erleben wir unsere Schüler anschließend aufmerksamer und anstrengungsbereiter.

Klangschalen sind ein gutes Hilfsmittel, damit die Kinder leichter zur Stille finden.

 

Klangschalenauswahl

 

 

Mit unserer Klangtherapie handeln wir auch ganz im Interesse unseres pädagogischen Vorbilds Maria Montessori, die die Erfahrung gemacht hat, dass Kinder durchaus Stille wünschen und nicht von Natur aus Lärm machen. Sie sagte: „Gute Atmosphäre, die zur Bildung hilft, bildet sich nicht ohne Stille.“

Das Erfahren der Stille gehört für sie schlichtweg zur Bildung. Stille ist das Fundament des Lernens. Lärm hingegen führt zu Überreizung und verhindert Bildung, indem die Aufmerksamkeit stark nach außen gelenkt wird und keine Besinnung stattfindet.

Mit den unterschiedlichsten Übungen versuchen unsere erfahrenen Pädagogen dem gerecht zu werden . Wir haben die Erfahrung gemacht, dass einige Kinder es erst lernen mussten, sich auf Stille einzulassen. Nun praktizieren wir diese Therapie bereits mit sehr guten Ergebnissen und großem Erfolg. Unsere Schüler erfahren in der Entspannung ihren Zugang zu ihren Ressourcen, sie sind anschließend deutlich leistungsfähiger und konzentrierter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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